Wir sind Klasse - Wozu?

"Wir sind Klasse?!" ist ein Seminarangebot für Schüler*innen und Lehrer*innen einer Klasse ab Jahrgangsstufe 7, die Interesse haben oder Bedarf sehen sich mit ihrer Klassengemeinschaft, dem Umgang miteinander und mit offenen oder versteckten Konflikten zu beschäftigen.

 Das übergreifende Ziel eines Klassengemeinschaftsseminars besteht darin, Möglichkeiten zu erarbeiten, wie Zusammenleben und Zusammenarbeiten in der Klasse gelingen können, so dass jeder sich wohl fühlt und positiven Nutzen daraus ziehen kann.

Themen

Inhaltlich orientiert sich das Seminar stark an den Themenwünschen und Anregungen der Schüler/innen und Lehrer/innen. Folgende Themenschwerpunkte sind unter anderem denkbar:

  •  Gegenseitige Wahrnehmung 
  •  Stärken und Schwächen innerhalb der Klasse 
  •  Unzufriedenheit mit der Klassengemeinschaft 
  •  Zusammenspiel verschiedener Kulturen
  •  Beziehungen gestalten 
  •  Konflikte in der Klasse
  • Werte und Regeln in der Klasse
  • Stärkung des Selbstvertrauens der Schüler/innen
Organisatorischer Rahmen

Die Veranstaltung dauert in der Regel 2 oder 3 Tage mit einer bzw. zwei Übernachtung/en und findet in einer Jugendbildungsstätte in der näheren Umgebung der Schule statt. Die Teilnahme an den Klassengemeinschaftstagen ist freiwillig, auch wenn die Teilnahme der gesamten Klasse wünschenswert ist.

Seminarverlauf

Erstkontakt und Vorgespräch

Ein*e Lehrer*in oder jemand aus der Elternschaft setzt sich mit der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit in Verbindung. Daraufhin findet ein erstes Gespräch zwischen der Klassenleitung und uns statt, in dem die Wünsche und Erwartungen der Schule und des*der Lehrers*in besprochen werden. Zeigt sich in dem Gespräch, dass eine Unterstützung durch die Fachstelle sinnvoll ist und die Schule das Seminar will und mitträgt, wird ein Termin für den Klassenbesuch und das Seminar festgelegt.

Klassenbesuch

Im Vorfeld des Seminars besucht ein*e Referent*in der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit die Klasse und stellt den Schüler*innen das Seminarangebot vor. Der Besuch dauert ungefähr eine Schulstunde, in der die Haltung der Schüler*innen zu einem solchen Angebot abgefragt wird und mögliche Themen und Erwartungen an das Seminar abgeklärt werden. Gemeinsam mit den Schüler*innen und Lehrer*innen werden dann die Inhalte des Seminars erarbeitet.

Leitfragen für das Schulgespräch sind:

  • Wie fühlt sich jeder einzelne in der Klasse?
  • Wie erlebt sie*er die Klassengemeinschaft?
  • Gibt es Konflikte in der Klasse?
  • Welche Konflikte/ konfliktverursachenden Themen sollen näher besprochen werden? 
  • Welche Wünsche/Erwartungen haben die Schüler*innen an das Seminar?

Seminar

 In Anlehnung an die gewünschten Inhalte wird ein passendes und abwechslungsreiches Programm für die Tage geplant. Allerdings werden der Ablauf, die Inhalte und Methoden auch während der Veranstaltung immer wieder neu an den Bedürfnissen und Wünschen der Schüler*innen orientiert. Die intensive inhaltliche Auseinandersetzung, die Gespräche außerhalb der Arbeitszeiten, das gemeinsame Verbringen der Freizeit am Abend und in der Mittagszeit tragen in hohem Maße dazu bei, dass bestehende Beziehungen gestärkt und neue geknüpft werden können.

Auswertung

Direkt im Anschluss an das Seminar findet ein Auswertungsgespräch mit den betroffenen Lehrer*innen statt. Darin werden die Tage reflektiert und Absprachen getroffen, wie die Vereinbarungen des Seminars umgesetzt werden können. Etwa 6-8 Wochen nach dem Seminar findet nach Möglichkeit noch einmal ein gemeinsames Treffen mit der Klasse statt, um das Seminar und die Arbeitsergebnisse mit Abstand zu reflektieren. An diesem Auswertungstag liegt der Fokus auf den Fragen, wie sich das Zusammenleben in der Klasse entwickelt hat, ob und wie Vereinbarungen umgesetzt werden und wie die Klasse die Nachhaltigkeit des Seminars beurteilt. Eventuell werden weitere Schritte angedacht bzw. vereinbart.

 

ANSPRECHPARTNER

 

Daniel Dere

Pastoralreferent, Leiter der KFJ Taunus

Herzbergstr.34

61440 Oberursel

Tel.: 06171 6942-11

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